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2,5 Milliarden Euro für die Metropole Nizza

WIRTSCHAFT


2,5 Milliarden Euro für die Metropole Nice-Côte d’Azur: Premierminister Jean Castex und Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi haben einen „Contrat de relance et de transition écologique“ unterzeichnet. Die Metropole, der neben Nizza 48 Gemeinden im Hinterland angehören, ist eine der ersten Profiteure von Frankreichs 100-Milliarden-Euro-Konjunkturprogramm. Ziel des Vertrags ist es, Wege aus der Krise zu ebnen sowie die ökologische Wende anzugehen.


Louis Nègre (l.), Christian Estrosi (M.) und Jean Castex in Paris bei der feierlichen Unterzeichnung des Vertrags. Foto: Ville de Nice

Zur feierlichen Unterzeichnung des Vertrags trafen Castex und Estrosi sich Ende vergangener Woche mit Cagnes-sur-Mers Bürgermeister Louis Nègre, der als Präsident die Koordinierung der Metropolenpolitik und der Verkehrsinfrastrukturen betreut, und Anthony Borré, dem stellvertretenden Bürgermeister Nizzas und Vizepräsident der Metropole, in Matignon. „Dieser Vertrag wird sofort umgesetzt. Wir sind bereits bei der Arbeit“, sagte Estrosi. Die Vertreter und Vertreterinnen der übrigen Gemeinden nahmen per Videoschalte teil.


Die Umsetzung des Plans teilt sich in drei Bereiche auf: Projekte zum ökologischen Um- und Ausbau erhalten 1,4 Milliarden Euro. 700 Millionen fließen in den sozialen Zusammenhalt, die Aufwertung der Gebiete und die Sicherheit. Als dritter Bereich werden 400 Millionen für die wirtschaftliche und kulturelle Attraktivität und den Tourismus in der Metropole bereitgestellt.


Für die ökologische Wende sollen unter anderem Radwege und das Straßenbahnnetz ausgebaut, Gebäude energetisch saniert, öffentliche Flächen begrünt und neue Parks geschaffen werden. Auch die Abwasser- und Abfallentsorgung sollen optimiert und öffentliche Verkehrsmittel bis 2025 nicht mehr mit Verbrennungsmotoren betrieben werden.


Im Bereich Zusammenhalt und Sicherheit gehen alleine 100 Millionen Euro an den Bau des neuen großen Polizeipräsidiums Saint-Roch (Nizza), das 2024 eröffnet werden soll. Außerdem wird Geld in die städtebauliche Erneuerung und Aufwertung mehrerer Viertel von Nizza, auch durch den Bau von drei Schulen, sowie Dorfzentren im Hinterland (Haut und Moyen Pays) investiert.

Kultur und Tourismus werden ihrerseits durch die Renovierung und den Umbau von Opern- und Theaterhäusern unterstützt.


Durch die Maßnahmen sollen auch insgesamt 25.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die ersten 400 Millionen Euro werden noch dieses Jahr eingesetzt.


SL