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Auf dem Rennradsattel in Lavendelfeldern: Die Tour de France rollt durch den Süden

Die elfte und zwölfte Etappe der Tour de France führen durch die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur und haben sportliche Höchstleistungen und malerische Landschaften im Gepäck. Von Lavendelfeldern im Vaucluse über den Mont Ventoux bis hin zu den Schluchten des Flusstals der Ardêche sorgt die Streckenführung des gestrigen und heutigen Wettkampftages für einzigartige Panoramaausblicke und verlangt den Sportlern so einiges ab.


Die Tour de France verspricht noch bis zum 18. Juli 2021 sportliche Höchstleistungen und wunderschöne Landschaften Frankreichs.

Etappe 11 Der Provence-Wettkampf mit Alpen-Feeling


Bei diesen Steigungen haben wohl viele Zuschauer die Radsportler der Tour de France bei der gestrigen elften Etappe nicht beneidet: Mit dem zu erklimmenden Mont Ventoux hatte es die fast 200 Kilometer lange Wettkampfstrecke in sich, auch weil der kurvenreiche Aufstieg zum fast 2000 Meter hohen Berg der Provence gleich zweimal auf dem Programm stand. Doch zunächst ging es nach dem Start der Etappe in Sorgues an blühenden Lavendelfeldern und am nördlichen Rand des Naturparks Luberon vorbei. Viel Zeit zum Bestaunen der südfranzösischen Landschaftsperle blieb den Radrennfahrern jedoch nicht: Nach einem ersten Anstieg am Col de la Liguière wartete dann die karge Landschaft des mythischen Berges Ventoux auf die Extremsportler. Wer den ersten Aufstieg geschafft hatte, wurde gleich ein zweites Mal auf die Probe gestellt: Bei 5,5-prozentiger Steigung mussten die Fahrer den Berg ein weiteres Mal erklimmen und fanden sich rund 20 Kilometer später mitten in der rasanten Abfahrt nach Malaucène wieder. Der in der Gesamtwertung auf Platz 20 liegende Belgier Wout van Aert bewahrte am längsten Kraft und Nerven und konnte den Tagessieg einfahren.


Etappe 12 Südfranzösische Herausforderung in den Ardêche-Schluchten am Donnerstag


Die zwölfte Etappe am heutigen Donnerstag wird nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch landschaftlich noch einmal besonders schön. Es geht über rund 160 Kilometer von Saint-Paul-Trois-Châteaux nach Nîmes. Nach einem kurvenreichen Start an den Ufern der Rhône treffen die Sportler im Flusstal der Ardêche auf tiefe Schluchten und klares Wasser. Weiter südlich geht es dann in der zweiten Hälfte des Wettkampftages hinauf zur Côte du Belvédère de Tharaux und mit einem Sprint Richtung Nîmes.


Den Liveticker und Livestream zur Tour finden Sie unter anderem auf Sportschau.de und auf Eurosport.de, ab 13.30 Uhr geht es los.


Nach elf Wettkampftagen führt der slowenische Gewinner aus dem letzten Jahr Tadej Pogačar die Gesamtwertung vor dem Kolumbianer Rigoberto Urán Urán an. Der Franzose Guillaume Martin ist unter den Top Ten, bester Deutsche ist bisher Emanuel Buchmann auf Platz 42. Bis zum großen Finale auf den Champs-Élysées in Paris am 18. Juli bleibt es weiter spannend.


Nachtrag: Der Kölner Politt fährt sensationell den Sieg bei der 12. Etappe ein


Der Deutsche Nils Politt konnte bei der 12. Etappe der Tour de France von Saint-Paul-Trois-Châteaux nach Nîmes am heutigen Donnerstag den ersten deutschen Tagessieg bei der diesjährigen Rundfahrt feiern. Nach teilweise extrem windigen Streckenabschnitten sprintete der 27-Jährige 50 Kilometer vor der Ziellinie los und setzte sich deutlich von seinen Konkurrenten ab. Mit einem Vorsprung von 31 Sekunden rollte er schließlich vor dem Spanier Imanol Erviti und dem Australier Harry Sweeny über die Ziellinie. Es ist der 91. Etappensieg eines deutschen Radsportlers in der Geschichte der Tour de France.



SR

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