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Auge in Auge mit den Riesen der Ozeane: Zwei Apnoetaucher von der Côte d’Azur auf Bilderjagd

“Océans – Face à Face”: Pierre Frolla, einer der weltbesten Apnoetaucher, und Fotograf Greg Lecoeur nehmen Leser in ihrem neuen Buch mit auf eine faszinierende Reise in die Tiefen des Meeres. Im Ozeonografischen Museum in Monaco gaben die beiden nun Einblicke in ihre Arbeit mit den Riesen und kleineren Bewohnern der Ozeane.


Frisch erschienen im Verlag Leduc: das Buch von Pierre Frolla und Greg Lecoeur

“Der Schlüssel ist der respektvolle Umgang mit der Umwelt”, erklärte der Monegasse Pierre Frolla das Geheimnis hinter den außergewöhnlichen Unterwasser-Schnappschüssen. “Begegnt man den Tieren mit Respekt, mit dem Bewusstsein, dass wir uns in ihrem Lebensraum befinden, wird man von ihnen akzeptiert, ja sogar aufgenommen.” Mit dieser Einstellung schaffen es die beiden Apnoetaucher, die auf Equipment wie Sauerstoffflaschen verzichten, den imposantesten Tieren wie Walen oder sogar Krokodilen nahe zu kommen. Das Ergebnis: beeindruckende Fotografien, die die Gesellschaft für den respektvollen Umgang mit der Natur und ihren Lebewesen sensibilisieren sollen.


Auf die Frage, ob die beiden keine Angst hätten, den riesigen Lebewesen nahe zu kommen, antwortete Frolla: “Während unserer Arbeit haben wir immer mehr verstanden, dass es keinen natürlichen Hass oder Aggressionen zwischen Mensch und Tier gibt. Jeder hat seinen Platz in der Natur, und solange man diesen respektiert, zeigt sich eine wunderbare Harmonie zwischen Natur und Mensch.”


Buch-Vorstellung und Signierstunde im Ozeanografischen Museum in Monaco. Fotos: FH


Als eine seiner schönsten Erfahrungen schilderte der Nizzarder Greg Lecoeur ihr Fotoshooting mit Walen: Bei einem Tauchgang entdeckten die beiden eine Wal-Mutter mit ihren Jungen. Eine potenziell gefährliche Situation. Doch anstatt die menschlichen Eindringlinge zu vertreiben, um ihre Jungen aus Angst zu schützen, akzeptierte die Mutter nach einiger Zeit die beiden Taucher und ließ ihre Jungen sogar mit ihnen spielen.


“Das war ein wirklich magiches Erlebnis!” so Lecoeur. “Es verändert die gesamte Sicht auf die Natur, man fühlt sich angenommen.”

Um die Tiere beim Fotografieren nicht zu verscheuchen, arbeiten die beiden je nach Tierart fast ausschließlich mit natürlichem Licht. Die Bilder werden im Nachhinein mit artifiziellem Licht bearbeitet, wodurch die beeinduckenden Fotografien entstehen.


Finja Hofmann


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