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Brigitte Bardot droht Geldbuße wegen Beleidigung

Brigitte Bardot hat Jäger mit dem Nazi-Ausdruck „Untermenschen“ beleidigt und steht deshalb vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft im nordfranzösischen Arras forderte vergangenen Donnerstag eine Geldbuße von 6000 Euro gegen die 86-jährige berühmteste Einwohnerin von Saint-Tropez (Var), der die Stadt auf der Place Blanqui bereits zu Lebzeiten ein lebensgroßes Denkmal gesetzt hat.


Auf der Place Blanqui in Saint-Tropez steht dieses Denkmal der berühmtesten Einwohnerin, Brigitte Bardot. Foto: Rolf Liffers

"B.B.", die seit Jahren als militante Tierschützerin auftritt, war in jungen Jahren eine der berühmtesten Filmschauspielerinnen der Welt gewesen. Der französische Jagdverband hat das ehemalige Sexsymbol wegen Verleumdung verklagt.

Bardot blieb dem Prozessauftakt vergangene Woche aus gesundheitlichen Gründen fern. Die Staatsanwaltschaft verwies in ihrem Plädoyer darauf, dass Bardot bereits fünf Mal wegen diffamierender und diskriminierender Äußerungen verurteilt worden sei.


Im Oktober 2019 hatte die Künstlerin auf der Web-Seite ihrer Tierschutzstiftung ein Traktat veröffentlicht, in dem sie Jäger als „niederträchtig feige Untermenschen“ und „Terroristen der Tierwelt“ bezeichnete. Den französischen Jagdverbandschef Willy Schraen hatte sie als ein „krasses Beispiel“ dafür verunglimpft.

Damit sei Bardot „zu weit gegangen“, argumentierte der Anwalt des Jagdverbandes, Denis Delcourt-Poudenx. Es gebe Morddrohungen gegen Jäger, seitdem die gebürtige Pariserin ihr Pamphlet veröffentlicht habe.

R.L.

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