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++ Corona-Update ++ Côte d’Azur unter Druck

WISSENSWERT


Mit einer fast vollständigen Bettenauslastung auf den Intensivstationen und der frankreichweit noch immer höchsten 7-Tages-Inzidenz von 452 pro 100.000 Einwohner steht das Departement Alpes-Maritimes stark unter Druck. Nizzas Bürgermeister plädiert für neue Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Er will unter anderem das Vermieten von Ferienwohnungen in den anstehenden Winterferien verbieten und die Abwässer von in Nizza landenden Flugzeugen auf das Virus hin untersuchen lassen.



Coronaviren im Modell. Foto: Shutterstock

Der Grund, warum die Alpes-Maritimes derzeit so schlecht dastehen, während sie mit vergleichsweise guten Zahlen durch die erste Welle gekommen waren, sieht Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi in den Reiseströmen während der Weihnachtsferien.


Neben den genannten Maßnahmen appelliert er an Händler, auf die Anzahl an Kunden in ihren Geschäften zu achten, und mahnt eine bessere Kommunikation unter den medizinischen Fachkräften an, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu vermeiden. Er könne nicht akzeptieren, dass Patienten nicht mehr behandelt werden können. Anfang kommender Woche soll zusammen mit allen Akteuren des Gesundheitswesens im Departement an einer Lösung gearbeitet werden.


In den benachbarten Departements Var und Bouches-du-Rhône sieht die Lage derweil unwesentlich besser aus. Auch dort befinden sich die Auslastungszahlen auf den Intensivstationen auf einem besorgniserregenden Niveau: 93,2 Prozent Belegung in den Bouches-du-Rhône, 86,8 Prozent im Var.


Übersterblichkeit


Die Übersterblichkeit in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) liege seit Oktober 2020 bei 30 Prozent, meldet die regionale Gesundheitsbehörde ARS PACA. Das heißt, 30 Prozent mehr Menschen starben als in diesem Zeitraum üblich. Frankreichweit liegt die Zahl bei rund 20 Prozent.


Impfung


156.983 Menschen in der Region PACA sind bislang ein erstes Mal gegen Corona geimpft worden (Zahl vom 8. Februar), 19.694 Menschen haben bereits zwei Dosen erhalten.


Die gute Nachricht


Die älteste Frau Europas, die in Toulon (Var) lebende Ordensschwester André, die heute ihren 117. Geburtstag feiert, hat eine Covid-19-Erkrankung im Januar lässig weggesteckt. Sie habe die Krankheit nicht einmal bemerkt, sagte sie dem Var-Martin. Forscher rätseln, ob das in Italien bereits öfter beobachtete Phänomen, dass über 100-Jährige das Virus nahezu ohne Symptome überstehen, mit der Spanischen Grippe von 1918/19 zusammenhängt: Die Patienten seien damals möglicherweise mit den Erregern in Kontakt gekommen und hätten dadurch eine gewisse Immunität auch gegenüber dem SARS-CoV-2-Virus.




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