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++ Corona-Update ++ Hochrisikogebiet Côte d’Azur: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Ganz Europa verzeichnet steigende Corona-Fallzahlen – und Frankreich ist ganz vorn mit dabei. Vor allem die Urlaubsgebiete im Süden des Landes stecken mitten in der vierten Welle, mit Inzidenzzahlen von bis zu 1000 pro 100.000 Einwohnern. Neben neuen Maßnahmen im französischen Urlaubsalltag vor Ort kommen jetzt auch verschärfte Einreiseregeln auf Reiserückkehrer zu.



Urlaub im Hochrisikogebiet – Was die neuen Bestimmungen für Ihren Urlaub an der Côte d’Azur bedeuten

Sommerurlauber aus Deutschland müssen sich seit gestern (8. August) auf verschärfte Einreisebestimmungen bei ihrer Rückkehr nach Deutschland einstellen. Das Auswärtige Amt hat zusammen mit dem deutschen Innen- und Gesundheitsministerium einige Regionen Südfrankreichs in die Liste der Hochrisikogebiete aufgenommen. Zu den Regionen, die besonders hohe Corona-Zahlen melden und damit von den neuen Reiseregeln betroffen sind, gehören die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA), Okzitanien und Korsika.


Quarantäne für nicht geimpfte (oder genesene) Reiserückkehrer


Seit dem 1. August 2021 muss bei jeder Einreise nach Deutschland ein Genesenen- oder Impfzertifikat bzw. eine negative Testung vorgelegt werden. Rückkehrer aus Hochrisikogebieten müssen seit gestern zudem auch in eine zehntägige Quarantäne.

Mit einer vollständigen Impfung oder Genesung kann diese jedoch umgangen werden. Entsprechende Dokumente müssen vor der Grenzüberquerung oder kurze Zeit danach elektronisch an das Einreiseportal übermittelt werden. Nicht vollständig Geimpfte können sich nach einer fünftägigen Isolierung testen lassen und somit die Quarantäne frühzeitig beenden.

Eine Einreise von Deutschland nach Frankreich ist für Geimpfte, Genesene oder Negativgetestete (PCR-oder Antigen-Schnell-Test) unter Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung grundsätzlich ohne weitere Beschränkungen möglich.


Bitte beachten Sie, dass sich Reisebestimmungen schnell ändern können. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts.


Der Pass sanitaire als Eintrittskarte zum gesellschaftlichen Leben in Frankreich

Ohne ihn geht ab heute in Frankreich fast nichts mehr: Was bei Kulturveranstaltungen und Freizeitaktivitäten schon seit Längerem Pflicht ist, wird nun auch auf andere Bereiche ausgeweitet. Der Pass sanitaire, also ein Impf-, Genesenen- oder Test-Zertifikat, muss bei Besuchen in Restaurants, Cafés, Bars und auch in Fernzügen und Flügen vorgezeigt werden. Auch in Außenbereichen wie zum Beispiel auf Restaurantterrassen wird der Pass sanitaire verlangt. Testungen (PCR- und Antigentests, aber auch Selbsttests unter medizinischer Aufsicht) sind 72 Stunden lang gültig und werden, genauso wie die Impf- und Genesenenbescheinigungen, länderübergreifend anerkannt. Als weitere Maßnahme wird es ab dem 15. September eine generelle Impfpflicht für Mitarbeitende im Gesundheitswesen geben. Damit soll die Impfbereitschaft im Land angekurbelt werden. Die von Präsident Macron erlassenen Gesetze zum Pass sanitaire und zur Impfpflicht sind Anlass der seit Wochen anhaltenden Proteste in Städten wie Paris, Marseille und Nizza.


Besorgniserregende Inzidenzen in der Region PACA


Die vierte Welle hat Frankreichs Süden erreicht. Mit Inzidenzen über 600 pro 100.000 Einwohner und steigenden Auslastungen der Kranken- und Intensivstationen sind besonders die beliebten Urlaubsregionen an der Côte d’Azur betroffen. Die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) verzeichnet einen steten Anstieg der Corona-Fallzahlen, der besonders auf die weit verbreitete Delta-Variante des Virus zurückzuführen ist. Mit 4229 neuen Covid-Fällen in der letzten Woche (Mittelwert, Stand Donnerstag, 5.8.) erreicht die Ferienregion wieder Werte wie zu Beginn der letzten Welle im Frühjahr. Besonders in den Departements Alpes-Maritimes, Var und Bouches-du-Rhône, die in diesem Sommer wieder von tausenden Urlaubern besucht werden, ist die Situation kritisch. Hier liegen alle Inzidenzen über 500 pro 100.000 Einwohner. Das Departement Alpes-Maritimes mit Städten wie Nizza und Cannes verzeichnet Inzidenzen von bis zu 648 (in der Vorwoche lag die Zahl bereits bei 750), mit weiter hohen, zurzeit aber nicht mehr steigenden Zahlen. Saint-Tropez (Var) meldet zuletzt gar Zahlen von über 1000 Infektionen pro 100.000 Einwohner, zehnmal mehr als noch vor zwei Wochen.


Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern steigt


In den Krankenhäusern stieg die Zahl der Corona-Patienten in den Alpes-Maritimes zuletzt innerhalb einer Woche um 39 und im Var um 18 Menschen. Im Departement Bouches-du-Rhône rund um Touristenziele wie Marseille und Aix-en-Provence hat sich die Zahl der neuen Corona-Patienten im Krankenhaus innerhalb einer Woche fast verdoppelt mit zuletzt 67 Neu-Aufnahmen an einem Tag. (Stand: 03.08.).

In Monaco wurden an diesem Samstag zwölf neue Infektionen registriert, 28 Personen mussten im Krankenhaus versorgt werden.


Weitere Zahlen und Statistiken aus der Region PACA finden Sie hier.


SR







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