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++ Corona-Update ++ Lockerungen ab Mitte Mai trotz hoher Zahlen?

Aktualisiert: Apr 16

WISSENSWERT


Frankreich betrauert 100.000 Covid-19-Tote. Obwohl die Zahl der täglichen Neu-Infektionen deutlich höher liegt als beispielsweise beim Nachbarn Deutschland, sollen bestimmte Café-Terrassen und Museen ab Mitte Mai öffnen dürfen. Danach folgen schrittweise weitere „vorsichtige“ Lockerungen, hofft die Regierung. Monaco lockert schon jetzt. Außerdem: Ein Blick auf die Corona-Zahlen im Südosten Frankreichs.


Monacos Regierung hat gestern erste Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen angekündigt. Ab kommenden Montag, 19. April, wird die Sperrstunde auf 21 bis 6 Uhr verkürzt (ab 22 Uhr für Restaurantbesucher). Restaurants dürfen dann – nur für Residenten und Hotelgäste im Fürstentum – wieder bis 21.30 Uhr öffnen (aktuell nur zwischen 11 und 15 Uhr). Außerdem können sich in Monaco ab sofort alle Menschen ab 45 Jahre impfen lassen. Geimpft wird ausschließlich mit Pfizer.


Autorennen mit Zuschauern


Während das Tennis-Masters-Turnier in Monaco in dieser Woche ohne Publikum vonstatten geht, werden bei den Autorennen (Grand Prix Historique und Formel E) in den kommenden Wochen je 6500 Zuschauer zugelassen – allerdings lediglich Residenten, im Fürstentum Angestellte und Hotelgäste. Die Zahl entspricht einem Drittel der normalen Tribünen-Kapazitäten.


Ganz Frankreich befindet sich weiterhin in einem strikten Lockdown. Gestern Abend, 15. April, hat Staatspräsident Emmanuel Macron im Gespräch mit mehreren Bürgermeistern bestätigt, dass bestimmte Café-Terrassen sowie gewisse Museen und Geschäfte ab Mitte Mai wieder öffnen dürfen – möglicherweise je nach Region und Viruszirkulation mit unterschiedlichen Modalitäten. Danach soll es schrittweise alle zwei bis drei Wochen weitere Lockerungen geben.


Die Schulen sollen, wie geplant, am 26. April bzw. 3. Mai (Collèges und Lycées) wieder aufmachen, teilweise mit halber Klassenstärke.



Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen


Frankreichweit haben sich die Infektionszahlen auf einem hohen Niveau stabilisiert. In den 16 zuletzt am stärksten betroffenen Departements, darunter die Alpes-Maritimes, seien leicht sinkende Zahlen zu beobachten - in den Alpes-Maritimes sogar deutlich sinkende. Gestern wurden im Hexagon knapp 45.000 Neu-Infektionen gezählt, während im Land gleichzeitig der 100.000. Covid-19-Tote seit Ausbruch der Pandemie zu beklagen war.


Frankreich (Stand gestern, 15. April)

Die Zahl der täglichen Neu-Infektionen liegt regemäßig um die 40.000.

  • 38.045 Neu-Infizierte in 24 Stunden

  • 3081 Covid-19-Patienten auf der Intensivstation

  • 13.580 Menschen mit Covid-19 sind innerhalb der letzten 7 Tage ins Krankenhaus gekommen

  • 117,1 Prozent Auslastungsgrad in den Intensivstationen (bezogen auf die ursprüngliche Bettenkapazität, die seit Ausbruch der Pandemie jedoch erhöht wurde)

  • 296 Tote (im Krankenhaus) in 24 Stunden (100.073 seit Ausbruch des Virus, Summe aus Krankenhäusern und Altenheimen)

  • 0,98 R-Wert (Anzahl der Personen, die von einer infizierten Person durchschnittlich angesteckt werden; Daten von vor 6 Tagen)

  • Inzidenzrate: 407,5 (Infizierte je 100.000 Menschen; Daten von vor 4 Tagen)

  • 11,65 Millionen Menschen haben eine erste Impfdosis erhalten (Stand 14. April)


Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) Betrachtet werden die jüngsten Zahlen der regionalen Gesundheitsbehörde ARS PACA, veröffentlicht am gestrigen Donnerstag, 15. April. Vor allem in den bislang besonders schlecht dastehenden Alpes-Maritimes haben sich die Zahlen erfreulich verbessert (Inzidenzrate: 267; vor einigen Wochen lag sie bei rund 600). Grundsätzlich bleibt die Viruszirkulation in der Region jedoch hoch. Die britische Variante ist mit 91 Prozent die klar dominante. Das Durchschnittsalter der mit Covid-19 auf der Intensivstation behandelten Patienten sinkt seit drei Wochen leicht auf jetzt 64 Jahre. Knapp 23 Prozent der erwachsenen Bewohner der Region haben eine erste Impfdosis erhalten, acht Prozent zwei Dosen.


  • 9061 Menschen sind in der Region seit Beginn der Pandemie an oder mit Covid-19 verstorben (Krankenhaus + Altenheim)

  • 1600 Menschen mit Covid-19 werden im Krankenhaus auf der normalen Station behandelt (+3 in 24 Stunden).

  • 573 Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation (-1 in 24 Stunden)

  • 30 Menschen mit Covid-19 sind innerhalb von 24 Stunden im Krankenhaus gestorben

  • 91,0 Prozent der Intensivbetten in der Region sind belegt (119,4 Prozent der ursprünglichen Bettenzahl)

  • Inzidenzrate: 381 (Vorwoche: 505)

  • 1039 Menschen befinden sich im Anschluss an ihre Covid-19-Erkrankung in einer Reha-Einrichtung (-24 in 24 Stunden)


Ein Blick in die größten Departements der Region

(Zahlen vom 15. April)


Alpes-Maritimes

  • 262 Menschen sind auf der normalen Station hospitalisiert (-10 in 24 Stunden)

  • 94 liegen auf der Intensivstation (-3 in 24 Stunden)

  • 82,2 Prozent der Intensivbetten sind belegt

  • 1414 Menschen sind seit Beginn der Krise mit Corona im Krankenhaus verstorben (+6 in 24 Stunden)

  • 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche): 265


Bouches-du Rhône

  • 768 Menschen sind auf der normalen Station hospitalisiert (+21 in 24 Stunden)

  • 353 liegen auf der Intensivstation (+1 in 24 Stunden)

  • 95 Prozent der Intensivbetten sind belegt

  • 3175 Menschen sind seit Beginn der Krise mit Corona im Krankenhaus verstorben (+14 in 24 Stunden)

  • 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche): 471


Var

  • 288 Menschen sind auf der normalen Station hospitalisiert (-2 in 24 Stunden)

  • 79 liegen auf der Intensivstation (-2 in 24 Stunden)

  • 87,6 Prozent der Intensivbetten sind belegt

  • 1263 Menschen sind seit Beginn der Krise mit Corona im Krankenhaus verstorben (+5 in 24 Stunden)

  • 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche): 348



Monaco Im Fürstentum wurden am gestrigen Donnerstag 3 neue Fälle bekannt, wobei nur die Zahlen der in Monaco lebenden Menschen in die Statistik einfließen. Seit Beginn der Pandemie wurden in Monaco insgesamt 2387 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Aktuell werden 17 Patienten (darunter 4 Residenten) mit Covid-19 stationär im CHPG behandelt, darunter fünf Menschen auf der Intensivstation (jeweils Nicht-Residenten).

39 positiv Getestete mit geringen Symptomen befinden sich in häuslicher Quarantäne und werden vom Centre de Suivi à Domicile betreut.



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