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„Eine Oper für alle“ – die Oper Nizza stellt ihre neue Saison vor

Herausragende Stimmen, schillernde Kostüme, opulente Bühne: Die Oper Nizza hat ihr Programm der kommenden Saison 2021/2022 präsentiert. Ab September werden wie gewohnt große Werke unterm goldenen Operndach aufgeführt – Oper, Operette, Ballett und Sinfonie-Konzerte, aber auch phantasievolle Neuerungen unter dem Motto: „Eine Oper für alle“ (# Tout le monde s’y retrouve 2).

Ein Besuch in Nizzas Oper ist ein Erlebnis © Jaussein

Nach einer coronabedingten Pause und vielen Ausfällen hat Bertrand Rossi, der Direktor der Opéra de Nice, der Presse die ab Herbst 2021 geplanten Vorstellungen präsentiert. Im Programm hat er dabei interessante Neuerungen nicht nur für klassische Opern-Gänger. Es soll eine Saison der Extraklasse werden, die Zuschauer aller Generationen und Interessensgebiete zusammenbringt. Oper, Operette und Ballett: Was das neue Programm ab Herbst zu bieten hat Der Startschuss der Saison fällt am 11. September um 20 Uhr mit der Eröffnungsvorstellung „Réunion de famille“. Das philharmonische Orchester der Oper unter der neuen musikalischen Leitung von Daniele Callegari, der Chor unter Giulio Magnanini und das Ballett-Ensemble Nice Méditerranée zeigen Programm-Highlights der kommenden Saison. Mit Auszügen von Glass bis Offenbach stimmen Ballettstücke, Arien und komödiantische Auftritte auf die nächsten Monate Opernkultur in Nizza ein. Der feste Spielplan wird dann durch die Oper „Akhnaten“ (Philip Glass) unter Regie Lucinda Childs eingeläutet. Herzstücke des Winters werden ebenfalls das romantische Werk „La dame blanche“ von Boïeldieu, die bekannte „Voyage dans la lune“ (Offenbach) und die traditionelle Oper „Phaéton“ (Lully). Die große italienische Oper „Macbeth“ (Verdi) schließt im Mai die Programmliste der klassischen Opernstücke ab. Neben den Operetten „La Veuve joyeuse“ (Die lustige Witwe, Franz Lehar) und „Andalousie“ (Francis Lopez) beweisen auch die Balletttänzer unter der Leitung von Eric Vu-An ihr künstlerisches Können und zeigen unter anderem den großen Klassiker „Don Quichotte“ (Minkus) in der Weihnachts-Vorstellung.


Werke der kommenden Saison - "Le voyage dans la lune", "Akhnaten", "Macbeth", Phaéton", "La dame blanche" und "Don Quichotte". Fotos: DR; D. Jaussein


# Tout le monde s’y retrouve 2 – Verjüngungskur für Nizzas Oper Neben der traditionellen Opernkultur soll diese Saison im Zeichen der Vielfalt und der Erneuerung stehen. Schüler, Studenten, Berufstätige und Rentner werden in der Oper einen Ort des gemeinsamen Austauschs erleben, so Direktor Rossi. Dies soll mit vielen Veranstaltungen außerhalb des Spielplans und in Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Nizza, mit Museen, Kinos und der Université Nice Côte d’Azur umgesetzt werden. Mit Puppe und Smartphone zur Oper — das Kinder- und Jugendprogramm Mit Führungen durch die Oper und Treffen der Bühnenakteure und Musiker wird auch Kindern und Jugendlichen die Welt der Instrumente und des Gesangs nähergebracht. Bei an unterschiedliche Altersgruppen angepassten Veranstaltungen entdecken junge Zuschauer spielerisch die Oper und können besondere Momente mit ihrem Handy auf Instagram und Co. teilen. Und auch für alle Actionfans wird etwas geboten: Ein Escape-Game in der Oper verspricht Nervenkitzel zwischen Samtsitzen und Kronleuchtern. Studenten können in der kommenden Saison sogar Lernnachmittage im Opernsaal verbringen. Mit Wlan und Büchern in den Zuschauerrängen verwandeln sich Oper-Proben in eine Bibliothekskulisse mit neuer Hintergrundmusik. Afterwork-Partys und Bühnendinner inmitten des Opernsaals Auch Berufstätige und Viel-Beschäftigte müssen künftig nicht auf ihr Oper-Erlebnis verzichten. An zentralen Orten der Stadt Nizza (z.B. an der Opéra Plage) werden in der kommenden Saison zwischen 19 und 20 Uhr Afterwork-Partys mit musikalischer Untermalung veranstaltet.

Besondere Abende können Seite an Seite mit Künstlern und Musikern auch bei einem gemeinsamen Dinner mitten auf der Bühne der Opéra de Nice verbracht werden. Neben einem kulinarischen Erlebnis warten so in diesem Winter einige völlig neue künstlerische Perspektiven und Projekte auf Opernfans und die, die es werden wollen.


Sabrina Reitnauer



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