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Formel 1 in Monaco mit Lokalmatador Charles Leclerc, Premiere für Schumi-Sohn

SPORT


Ausgerechnet auf seiner Heimstrecke hat er noch nie die Zielflagge gesehen – das will Ferraripilot Charles Leclerc am Sonntag beim Grand Prix der Formel 1 in Monaco unbedingt ändern. Als Favorit für das Rennen wird der Monegasse zwar nicht gehandelt, doch konnte er im freien Training zuletzt die Tagesbestzeit einfahren, noch vor seinen Konkurrenten Lewis Hamilton und Max Verstappen. Und bekanntlich ist die legendäre Rennstrecke in Monaco immer für eine Überraschung gut.

Will auf seinem Heimatkurs zumindest ins Ziel kommen, wenn nicht mehr: der monegassische Formel-1-Pilot Charles Leclerc. Archivfoto: Scuderia Ferrari

Die Rennstrecke


Der mit 3,337 Kilometern kürzeste Kurs mit zahlreichen Kurven und Leitplanken mitten durch die Stadt zählt auch aufgrund fast komplett fehlender Auslaufzonen zu den gefährlichsten der Welt. Legendär ist auch das Ambiente der Rennstrecke, vorbei an vollbesetzten Balkonen, Tribünen und Yachten.


Chancen hat, wer sich im Qualifying einen guten Platz sichern kann, da auf der engen Piste das Überholen nur schwer möglich ist. Trotzdem bleibt es eine Lotterie – Crashs, Safetycar-Phasen und Schlüsselstellen wie zum Beispiel nach dem Tunnel ordnen das Feld schnell komplett neu.


Die Favoriten


Als Favoriten des fünften Saisonrennens am Sonntag, 23. Mai, gelten Lewis Hamilton mit Mercedes und Max Verstappen mit Red Bull, die nach derzeitigem Stand wohl auch die Weltmeisterschaft unter sich ausmachen werden. Aber auch Lokalmatador Leclerc und Carlos Sainz für Ferrari rechnen sich nach überzeugenden Leistungen im freien Training Chancen auf die vorderen Plätze aus.


Schumi-Sohn erstmals am Start


Als Deutsche gehen Sebastian Vettel im Aston Martin und Mick Schumacher für das Team Haas an den Start. Für den Sieg wird es aller Voraussicht nach zwar nicht reichen, der zarte Aufwärtstrend im Training macht aber Hoffnungen, Sebastian Vettel unter den Top Ten zu sehen. Auch für Mick Schumacher wird es ein spannendes Rennen und eine Reifeprüfung, gewann doch sein Vater Michael Schumacher den legendären Grand Prix in Monaco ganze fünf Mal. Seinen ersten Crash gab es allerdings schon im freien Training.


Charles Leclerc (r.) ist in seiner Heimat ein Star und natürlich bestens bekannt mit Fürst Albert (M.), mit dem er zuletzt vor zwei Jahren – vor Corona – beim traditionellen Promi-Benefiz-Fußballspiel im Vorfeld des Grand Prix in Monaco auf dem Platz stand. Foto: Gebhard Spindler

Wer kann wie beim Großen Preis vor Ort sein?


Der Grand Prix startet am Sonntag um 15 Uhr. Auf den Tribünen dürfen 7500 Sitzplätze besetzt werden. Um ins Fürstentum reisen zu dürfen, wird ein höchstens 72 Stunden alter negativer PCR-Test benötigt, Kontrollen gibt es bei der Einreise per Auto oder Zug und beim Einlass auf das Grand-Prix-Gelände. Ausnahmen gibt es für monegassische Einwohner sowie Schüler, Studierende und Berufstätige im Fürstentum. Wer aus den Departements Alpes-Maritimes und Var kommt, braucht bei der Einreise in Monaco für weniger als 24 Stunden keinen negativen Test, für den Eintritt aufs Grand-Prix-Gelände allerdings schon.


PS: Fürstin Charlène lässt sich übrigens fürs Wochenende entschuldigen. Sie wird weder beim Rennen noch bei der Preisverleihung anwesend sein, denn sie stecke wegen einer Ohrenentzündung, die einen Rückflug aktuell nicht zulasse, noch in ihrer afrikanischen Heimat fest, heißt es aus dem Palast.


Svetlana Leitz

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