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Französische Weihnachts-Tradition: bûches de noël

Weihnachten in Frankreich ohne eine bûche de noël? Undenkbar! Aber wie wurde die Buiskuitroulade im fancy Outfit zum Traditions-Gebäck im Hexagon? Und wer serviert besonders originelle Kreationen?


Ursprünglich war die bûche – das Holzscheit – nicht essbar, sondern eben: aus Holz. Das mit Laub und Bändern verzierte Weihnachtsscheit sollte im Ofen so langsam wie möglich verbrennen; vermutlich ein uralter Brauch, der auf germanische Wintersonnwend-Feiern zurückging. Mit den großen Öfen verschwand später jedoch das Holzstück und verwandelte sich in einen Kuchen in Form eines Baumstamms. Erstmals erwähnt wurde die zuckersüße bûche de noël im 19. Jahrhundert. Ihre heutige Popularität entwickelte sie aber erst Mitte des 20. Jahrhunderts.


Mittlerweile erinnert die einstige Schokoladenbuttercreme-Rolle rein optisch meist nur noch entfernt an ein Holzscheit. Patissiers überbieten sich Jahr für Jahr im Erfinden immer neuer Variationen des Klassikers. Sehen Sie selbst!



Château de Berne


Eric Raynal, preisgekrönter Konditor des renommierten provenzalischen Weinguts Château de Berne (Flayosc/Var), hat seine Liebe fürs Terroir und feine Schokolade übersetzt in dieses handwerkliche Meisterwerk. Patisserie ist für ihn gleichbedeutend mit dem Schwelgen in köstlichen Momenten und dem Genießen der einfachen Freuden. Sein mit Mousse au Chocolat gefülltes Schokofass mit Kekskruste hält beim „Entkorken“ übrigens noch eine Überraschung bereit: Statt Weins fließt zarte Karamellsauce aus dem Innern. Ein Berne-Rosé Grande Cuvée passt ganz wunderbar dazu!

Preis des Kunstwerks für sechs Personen: 52 Euro. Zu bestellen unter www.chateauberne.com



Negresco


In Nizzas ikonischem Hotel Negresco findet in dieser Saison die limitierte Auflage der Gemeinschaftskreation „Dédicace“ von Chefköchin Virginie Basselot und Chefkonditor Fabrice Didier auf die Dessert-Teller. Zur Herstellung des raffinierten „Laubhaufens“ verwenden sie lokale Bio-Produkte wie Orangenblüten aus Golfe-Juan und Champsoleil-Olivenöl für die Mousse-Füllungen. Die Schokoblätter können mit sieben verschiedenen Wörtern individuell verziert werden. Preis für sechs Personen: 79 Euro. Zu bestellen vom 18. bis 31. Dezember unter restauration@lenegresco.com (72 Stunden im Voraus).



Terre Blanche


Gaëtan Fiard, Patisserie-Weltmeister des Jahres 2014 und heute Chef-Dessert-Künstler im 5-Sterne-Resort Terre Blanche im Hinterland der Côte d’Azur, hat sich für seine bûche 2021 an der berühmten Centifolia-Rose inspiriert. Seit 300 Jahren wächst die Parfumpflanze im Pays de Fayence, in dem SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp seine Luxus-Hotelanlage gebaut hat. Heute wird die duftende Rose in der Gegend unter anderem für Dior-Parfums kultiviert.


Die cremige Centifolia-bûche für fünf Personen schmeckt nach Vanille, Mandeln und natürlich Rose und kann vom 17.12. bis 2.1. vor Ort bestellt werden (48 Stunden im Voraus, Tel. +33 (0)4 94 39 90 00). Preis: 79 Euro.


AS

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