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Gaspreise, Autoprämien, Konzerte – was sich zum Monatsbeginn ändert

Der neue Monat bringt in Frankreich einige neue Regelungen und Gesetze mit sich. Ab dem 1. Juli werden die Gaspreise ansteigen, Autoprämien gesenkt, und die Zeit der Arbeitsfreistellung für werdende Väter wird verdoppelt. Und die ersehnte Neuerung für alle Festivalbesucher im Corona-Kontext: Konzerte dürfen ab morgen wieder im Stehen und mit 75- bis 100-prozentiger Auslastung besucht werden. Ein Überblick über die wesentlichen Änderungen zum Monatsbeginn.


Konzerte dürfen ab morgen wieder im Stehen und mit bis zu 100-prozentiger Auslastung besucht werden. Foto: Pixabay

Gaspreise


Das Kochen und Heizen mit Gas wird ab Juli deutlich teurer: Die Gaspreise steigen um 10 Prozent. Gründe dafür sind der weltweite Anstieg der Preise und die zusätzlichen Kosten zur Erreichung der durch die Regierung gesteckten Umweltziele. Nach einer Zeit des günstigen Gasverbrauchs im Zuge der Covid-19-Pandemie schnellen die Gasrechnungen der Verbraucher jetzt wieder deutlich in die Höhe.


Autoprämien


Die Autoprämien für E-Neuwagen werden zum Monatsbeginn um 1000 Euro gesenkt. So gibt es ab morgen für elektrisch betriebene Neuwagen unter 45.000 Euro nur noch bis zu 6000 Euro vom Staat und für E-Autos zwischen 45.000 und 60.000 Euro genau 2000 Euro Prämie.

Für Plug-in-Hybridfahrzeuge sinkt die finanzielle Unterstützung auf 1000 Euro, bevor diese dann ab 2022 ganz eingestellt wird.


Konzerte


Die seit März 2020 verbotenen Steh-Konzerte können endlich wieder stattfinden. Ab Juli sind Freiluft-Konzerte wieder mit voller Auslastung erlaubt. Im Innenbereich dürfen 75 Prozent der Plätze besetzt werden. Bei Konzerten unter 1000 Teilnehmern bleibt die Maskenpflicht weiter bestehen. Wird die Marke von 1000 Besuchern überschritten, muss eine Impfung, eine Immunität oder eine negative Testung (Antigen- oder PCR-Test) bescheinigt werden. Das Tragen einer Maske wird dann nur noch empfohlen.


Vaterschaftsurlaub


Werdende Väter (oder das zweite Elternteil) können ab morgen von einer verlängerten Arbeitsfreistellung bei der Geburt oder Adoption eines Kindes profitieren. Zu den mindestens sieben vorgeschriebenen Tagen Vaterschaftsurlaub kommen weitere 21 Tage dazu, die finanziell von der Sozialversicherung getragen werden. Dies entspricht einer Verdopplung der bisher möglichen Freistellung. Bei einer Mehrlingsgeburt wird diese um sieben Tage verlängert.


Krankschreibungen für freie Mitarbeiter


Mehr als eine Million freie Mitarbeiter können ab morgen von höheren Lohnersatzzahlungen im Falle einer Krankschreibung profitieren, der Lohnausfall beläuft sich dann nur auf drei Tage. Je nach Einkommen werden Beitragszahlungen von 50 bis 370 Euro pro Jahr verlangt, die dann im Falle einer Krankheit Auszahlungen bis zu 169 Euro am Tag ermöglichen.

Diese Regelung ist auf eine Krankschreibung in drei Monaten und vier Arbeitsausfälle in drei Jahren begrenzt.


Mehrwertsteuer im Online-Verkauf

Ab Juli gibt es keine Ausnahmen mehr für den kleinen Versandhandel: Alle Warensendungen unter 22 Euro waren bisher von der Mehrwertsteuer befreit. Nun werden alle Sendungen gleich ihres Wertes im gesamten Gebiet der Europäischen Union besteuert. Dank dieser Neuerung rechnet Brüssel mit rund sieben Milliarden Mehreinnahmen.


SR

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