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Hollywood-Feeling am Mittelmeer: Zu Gast am Filmset der Komödie „Menteur“

Silence– 3, 2, 1 Action! Der Aufruf hallt durch Halle 6 der Victorine-Filmstudios am Rande von Nizza. Das geschäftige Hin-und-Her-Laufen und das Flüstern der Tontechniker, Kameramänner und Kostümbildner verstummt. Im Regiesessel sitzt Olivier Baroux, eine Berühmtheit in der französischen Filmlandschaft. Er leitet die Dreharbeiten seiner neusten Komödie „Menteur“ (Lügner), die zurzeit an der Côte d’Azur gedreht wird und im April 2022 auf den französischen Kinoleinwänden zu sehen sein wird.


Tarek Boudali, Regisseur Olivier Baroux und Artus beim Dreh der neuen Komödie "Menteur" in den Studios de la Victorine in Nizza. Foto: Sabrina Reitnauer

Im „südfranzösischen Hollywood“ fallen in diesen Tagen die letzten Klappen der Komödie „Menteur“, bevor die Dreharbeiten in Paris fortgesetzt werden. Mit Schauspielgrößen wie Tarek Boudali und Artus klingt das neuste Baroux-Projekt vielversprechend – und bietet viel regionale Kulisse. Nach Drehorten in Cagnes-sur-Mer, Saint-Raphaël, Saint-Jean-Cap-Ferrat und sogar in den neuen Redaktionsräumen von RIVIERAZEIT und dem Verlag Riviera Press wurden die Kameras in den Studios de la Victorine der Mittelmeermetropole Nizza aufgebaut.


Olivier Baroux erzählt die Geschichte eines Lügners, der mit seinen eigenen Schwindeleien konfrontiert wird und alle ausgedachten Geschichten selbst erleben muss. Der von Tarek Boudali gespielte moderne Pinocchio trifft so auf unverhoffte Ereignisse wie Unfälle und Überschwemmungen und ist dabei auf die Unterstützung seines Bruders (Artus) angewiesen.

Die Adaption des 2019 von Émile Gaudreault im kanadischen Québec gedrehten gleichnamigen Films wird so mit Stuntaufnahmen und Special-Effects auch Teil der Komödienwelt Frankreichs.


Olivier Baroux im Regiesessel beim Dreh einer Szene im Plateau 6 des Filmstudios. Foto: Sabrina Reitnauer

Eine filmreife Region mit Zukunftspotential


Wie der Kulturbeauftragte der Stadt Nizza, Robert Roux, ankündigt, sollen künftig weitere Produktionen nach Nizza geholt und das Filmgewerbe ausgebaut werden. Als bedeutender Teil der Kulturlandschaft der Stadt werde die Film-und Kinowelt weiter gefördert. Gleichzeitig ist das Filmgeschäft ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor: Eine Filmcrew füllt reihenweise Hotelzimmer, muss vor Ort verköstigt werden und bringt Jobs mit für lokale Branchen - von Handwerkern bis zum Mietwagenverleih.


Wichtig sind die guten Dreh-Verhältnisse in den Studios de la Victorine und in den Städten der Côte d’Azur auch für Regisseur Baroux. Besonders die passenden Wetterbedingungen und die vielen räumlichen Möglichkeiten machen die Region zu einer Film-Produktionsstätte mit Zukunftspotential, so der langjährige Regie- und Schauspielkollege von Kad Merad.


Sabrina Reitnauer



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