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„Jazz à Juan“ feiert 60. Geburtstag mit alten und neuen Gesichtern

KUNST & KULTUR


Mit einem vielseitigen Programm feiert Antibes-Juan-les-Pins im Juli zehn Tage lang den 60. Geburtstag seines bekannten Musikfestivals, das regelmäßig jazzbegeisterte Künstler und Gäste aus der ganzen Welt anlockt. „Jazz à Juan“ ist bekannt dafür, seinem Publikum vor einzigartiger Kulisse mit Strand, Meer und Sonnenuntergängen nationale und internationale Größen des Jazz und deren Vielseitigkeit zu präsentieren. Um trotz verringerter Platzzahl möglichst viele Menschen erreichen zu können, wird es dieses Jahr zum ersten Mal einen Livestream geben.

Die Bühne in einzigartiger Kulisse zwischen Pinienbäumen direkt vor dem Mittelmeer. Foto: Jazz à Juan

Natürlich passt sich auch „Jazz à Juan“ der Gesundheitssituation mit einem eigens erstellten Hygienekonzept an: Die Publikumskapazität wird verringert, auch Stehplätze gibt es keine. Tickets werden nach Kategorien verkauft und nicht mehr nach Platznummern, um Abstände zu gewährleisten. Der Einlass ist nur mit Ticket, Ausweis und Gesundheitspass (also negativem PCR-Test, Impfung oder Immunität) möglich.


Der Veranstalter ist zudem stolz darauf, ein hybrides Angebot als eines der ersten seiner Art auf die Beine zu stellen: Jeden Abend wird es zum Preis von 15 Euro einen Livestream geben, der bequem von Zuhause aus abgerufen werden kann. Als besondere Schmankerl gibt es ein exklusives Vorprogramm und die Möglichkeit, selbstständig zwischen drei Kameraperspektiven wechseln zu können. Das Streaming-Angebot wird in ganz Kontinental-Frankreich und Korsika empfangbar sein.


Die Highlights des zehntägigen Programms vom 9. bis 20. Juli:


Schon am ersten Abend (9. Juli) stehen mit Maceo Parker und Marcus Miller zwei Jazzgrößen auf der Bühne. Maceo Parker ist in diesem Jahr zum sechsten Mal mit von der Partie. Der Virtuose auf dem Saxofon widmet sich dem Funk, der auf die Wurzeln des Jazz zurückgeht: Blues und Gospel.


Auch Marcus Miller blickt auf eine lange Geschichte bei „Jazz à Juan“ zurück und spielt 2021 sein 15. Konzert im Pinienwald vor dem Mittelmeer. Der Franzose gewann für sein Lebenswerk im Jazz zwei Grammy Awards und arbeitete zusammen mit Miles Davis, Eric Clapton und Aretha Franklin. Neben seinem E-Bass spielt er eine Vielzahl von Instrumenten, komponiert und produziert selbst. Bei seinem Konzert nimmt er noch einige Gäste mit auf die Bühne – wer das sein wird, bleibt eine Überraschung.


Gregory Porter, der zum dritten Mal am 12. Juli dabei ist, gewann mit „Liquid Spirit“ 2014 einen Grammy für seine Musik, die zwischen Jazz und Blues anzusiedeln ist. Berühmt ist er für seine Ballonmütze ebenso wie für das legendäre Duett mit Stevie Wonder 2014 bei „Jazz à Juan“ und seinen einnehmenden, sanften Bariton.


Bekannt unter anderem durch ihren Hit „Back on my feet“ spielt Kimberose 2021 zum ersten Mal bei „Jazz à Juan“ (15. Juli). Mit ihrer einzigartigen Stimme interpretiert sie Soul neu, modern und gefühlvoll. Erst Anfang des Jahres erschien ihr erstes Soloalbum „Out“, das sie selbst schrieb und komponierte.


Mit seinem elften Studioalbum „S3NS“ ist Ibrahim Maalouf zum vierten Mal in Juan-les-Pins zu Gast. Beeinflusst von südamerikanischer und lateinamerikanischer Musik ist sein Sound einzigartig und eine unvergleichliche Mischung aus Jazz, Pop und Rock. Auf seinem selbstproduzierten Album umgibt er sich mit Starpianisten, Saxofonisten und Violinisten, die ihn begleiten. Sein Auftritt bildet den fulminanten Abschluss des Jazz-Festivals am 20. Juli.


Tickets ab Donnerstag, 20. Mai


Das volle Programm zum Nachlesen gibt es unter www.jazzajuan.com. Die Tickets sind ab kommenden Donnerstag, 20. Mai, auf der gleichen Webseite und in den Tourismusbüros in Antibes und Juan-les-Pins erhältlich, je nach Tag unterscheiden sich die Preise. Erfahrungsgemäß sind die Karten sehr beliebt, schnell sein lohnt sich also. Für Minderjährige, Schüler und Studierende und Inhaber und Inhaberinnen der LOL1625-Karte gibt es vergünstigte Konditionen. Am Mittwoch, 14., und Sonntag, 18. Juli, gibt es Sonderveranstaltungen, hier sind die Karten nicht frei erhältlich. Neu in diesem Jahr ist, dass die Tickets aufgrund möglicher Änderungen zunächst kostenfrei reserviert werden. Die Zahlungserinnerung kommt dann wenige Wochen später per Mail.


Svetlana Leitz

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