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Johnny Depp und Marion Cotillard erhalten im September den Donostia Award

Johnny Depp, seit Jahren von persönlichen Krisen und Niederlagen geplagter Hollywoodstar, hat endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis: Bei seinem dritten Besuch auf dem San-Sebastian-Festival wird er am 22. September mit dem Donostia Award ausgezeichnet, dem höchsten Ehrenpreis des Wettbewerbs. Das hat die Festivalleitung mitgeteilt. Zur Begründung hieß es, der Amerikaner mit zweitem Wohnsitz in Plan-de-la-Tour im Departement Var sei "einer der talentiertesten und vielseitigsten Schauspieler des zeitgenössischen Kinos".

Johnny Depp bei der Berlinale 2020. Foto : Harald Krichel, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Bisher waren u.a. Ethan Hawke, Sigourney Weaver, Judi Dench, Penelope Cruz und Viggo Mortensen mit dem Award ausgezeichnet worden. in diesem Jahr findet das Festival vom 17. bis 25. September statt. Dabei handelt es sich um die 69. Ausgabe.

Johnny Depp hatte im vergangenen Jahr den von ihm produzierten Dokumentarfilm "Shane" über den Pogues-Frontmann Shane MacGowen in San Sebastian präsentiert. 1998 war er dort als Hauptdarsteller des im Rahmen einer Terry-Gilliam-Retrospektive gezeigten "Fear and Loathing in Las Vegas" zu Gast gewesen.

Der baskische Stadtname Donostia ist ebenso wie das spanische San Sebastian aus dem Namen des heiligen Sebastian hervorgegangen. Done, kommend von lateinisch domine (Herr) wird im Baskischen den Namen von Heiligen vorangestellt und entspricht damit spanisch San.

Neben Depp (58) wird in San Sebastian die Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard mit dem Donostia gewürdigt. Die 45-jährige Pariser Starschauspielerin erhält den Preis als Anerkennung ihrer bisherigen Karriere bereits am 17. September im Kursaal-Auditorium der nordspanischen Stadt.

Wie mehrfach berichtet, besitzt Johnny Depp am Ortsrand von Plan-de-la-Tour seit langem ein privates provenzalisches Dörfchen ("Hameau de la Mourre"). Dort lebte er viele Jahre mit seiner Ex Vanessa Paradis. 2020 verbrachte er in dem Anwesen die meiste Zeit seiner Covid-Quarantäne und bereitete die geplante, wegen Corona aber auf dieses Jahr verschobene Frankreich-Tournee seiner Rockband "Hollywood Vampires" vor. Er will die Latifundie aber offenbar loswerden – nach dem letzten Stand für schlappe 45 Millionen Euro.

R. Liffers


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