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Kein Ladenhüter unter Lagerfelds "Staubfängern"

Für rund zwölf Millionen Euro ist am Wochenende in Monaco das erste Lot des Hausrats des 2019 verstorbenen Modeschöpfers Karl Lagerfeld unter den Hammer gekommen. Dabei ist das Auktionshaus Sotheby’s auf keinem einzigen von den insgesamt tausend angebotenen Stücken sitzen geblieben.


Mit Abstand begehrtester "Staubfänger" aus dem Nachlass des Hamburger Couturiers waren aber nicht etwa seine Silberlöffel, sondern seine drei Rolls Royces, die allein schon knapp 1,2 Millionen einbrachten. Am 14. und 15. Dezember wird Sotheby’s die nächsten zwei Tranchen versteigern. Dann in Paris. Der Rest soll im Frühling 2022 in Köln verscherbelt werden.

Viertgrößter Erfolg war in Monte-Carlo eine Serigrafie des japanischen Künstlers Takashi Murakami mit einem schwarzweißen Lagerfeld-Porträt vor bunter "Blumentapete". Sie ging für 289.800 Euro weg, eine handsignierte Lagerfeld-Zeichnung ("Die drei Musen Inès, Anna und Vicky") für 201.600. Viele kleinere Sammlerobjekte wurden per Internet erworben. Die Auktion brachte nach Angaben des Veranstalters viermal so viel ein wie erhofft.

Die erste Runde des Lagerfeldschen Vide Grenier fand in Monte-Carlo statt, weil der Deutsche eine Vorliebe für das Fürstentum hegte. Er war Intimfreund der Fürstenfamilie Grimaldi. 2011 gehörte er zu den ausgewählten Gästen bei der Hochzeit des Fürstenpaares in Monaco, wo er eine noble résidence secondaire besaß.

R. L.

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