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Monacos neuer Champion heißt Stefanos Tsitsipas

SPORT


Monaco hat einen neuen Champion: Stefanos Tsitsipas, dem Turnierdirektor Zeljko Franulovic schon vor ein paar Jahren großes Potenzial bescheinigte, hat sich gestern den Titel beim 114. Monte-Carlo Masters geholt. Der Grieche besiegte im Finale der jungen Wilden den Russen Andrej Rublew mit 6:3, 6:3. Das Ende der Ära Nadal-Djokovic-Federer?


Stefanos Tsitsipas heißt der Sieger der 114. Ausgabe des Tennisturniers in Monaco. Foto: Realis SD

Vor leeren Rängen wegen der Corona-Pandemie zeigte sich der 22-jährige der Weltranglistenfünfte gestern bärenstark und sicherte sich den ersten Masters-Titel seiner Karriere – ausgerechnet in seiner Wahlheimat. Als Teenager war Tsitsipas dem Talentescout und erfolgreichen Profimacher Patrick Mouratoglou (u.a. langjähriger Coach von Serena Williams) aufgefallen und trainierte seither in dessen Akademie in Sophia-Antipolis an der Côte d’Azur. Mittlerweile hat er seinen Hauptwohnsitz in Monaco.


Nach dem Weltranglistenersten Novak Djokovic, der bereits im Achtelfinale ausgeschieden war, hatte sich am Freitag im Viertelfinale auch der elfmalige Monte-Carlo-Sieger Rafael Nadal vorzeitig verabschiedet. Der Spanier (Weltranglistenplatz 3) unterlag dem späteren Finalisten Andrej Rublew (8. der Weltrangliste) mit 2:6, 6:4 und 2:6.


Rafal Nadal (linkes Bild) unterlag im Viertelfinale dem späteren Finalisten Andrej Rublew (ganz rechts im rechten Bild). Fotos: Realis SD



Nadal konnte zu Beginn des Matches seinen Aufschlag nicht durchbringen und machte im ersten Satz fünf Doppelfehler. Der junge Russe hingegen bestach mit langen und kraftvollen Schlägen. Nachdem er den ersten Satz leicht gewonnen hatte, erlebte Rublew im zweiten den legendären Kampfgeist des Spaniers und verlor mit 4:6. Im dritten Satz wiederum gelang ihm ein frühes Break, das ihn nach 2 Stunden und 32 Minuten zum Sieg in einem hochklassigen Match führte.


Der deutsche Top-Star Alexander Zverev, an fünf gesetzt, war wie Djokovic bereits im Achtelfinale raus aus dem Turnier. Er unterlag dem schlechter platzierten Belgier David Goffin mit 4:6, 6:7 (7:9). Der Österreicher Dominic Thiem, Nummer vier der Welt, war wegen eines aktuellen Formtiefs nicht am Start. Er plant sein Comeback Anfang Mai in Madrid.


Apropos Comeback: Oldie Roger Federer, heiß geliebt in Monaco, aber dieses Jahr erneut nicht am Start, will offenbar bei den French Open in Paris (30. Mai – 13. Juni) spielen.


AS



Fun Fact: Monte-Carlo-Sieger Stefanos Tsitsipas setzt eine Familientradition fort. Seine Mutter Julia Salnikova (l.) gewann vor genau 40 Jahren die damals noch ausgetragene Juniorinnen-Konkurrenz im Monte-Carlo Country Club - den "Coupe du Club Allemand International de Monaco", den seinerzeit vom deutschen internationalen Club Monacos gestifteten Pokal.


Foto: Realis SD

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