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Nachtverbindung Paris-Nizza nimmt wieder Fahrt auf

WISSENSWERT


„Meine Damen und Herren, gute Reise!“: An Bord des Nachtzugs Paris-Nizza begrüßte Premierminister Jean Castex die ersten Fahrgäste der am gestrigen 20. Mai wiederaufgenommenen Verbindung. Damit ist es seit 2017 erstmals erneut möglich, abends in Paris die Augen zu schließen und sie am Mittelmeer am Morgen darauf wieder zu öffnen.



Der Zug verließ den Bahnhof Austerlitz gestern Abend pünktlich um 20.52 Uhr und traf an diesem Freitag um 9.11 Uhr pünktlich an der Côte d’Azur ein. Die Fahrt dauert sechs Stunden länger als mit dem Hochgeschwindigkeitszug. Dafür sind die Fahrkarten deutlich günstiger. Sie kosten ab 19 Euro für einen normalen Sitz und ab 29 Euro im Liegewagen.


Der Intercité Paris-Nizza, der seinen Betrieb im Dezember 2017 wegen mangelnder Rentabilität eingestellt hatte, wird ab sofort täglich und in beiden Richtungen Paris-Austerlitz und Nizza-Ville verbinden, mit sechs Haltestellen, darunter Marseille, Toulon und Cannes.


Weiterer Ausbau der Nachtverbindungen geplant


Mit der Verbindung möchte das Verkehrsunternehmen SNCF ein Zeichen setzen für ein umweltfreundliches Transportmittel, das von manchen schon als obsolet betrachtet werde, sagte CEO Jean-Pierre Farandou, der auch an der Fahrt teilnahm. Bis 2015 gab es in Frankreich noch acht Nachtverbindungen, heute sind es lediglich zwei – mit der Verbindung Nizza-Paris wieder drei. Bis 2030 hat das französische Verkehrsministerium rund ein Dutzend Nachtzüge in Aussicht gestellt.


Mit dabei bei der ersten Nachtfahrt, die aufgrund des letzten Lockdowns vom April auf Ende Mai verschoben worden war, waren außer dem Premierminister und dem Bahnchef noch rund 100 Personen, darunter Nachtzugfans, Journalisten und Journalistinnen.


SL/RL

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