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Picasso & Co. in Münster: Werke südfranzösischer "Lokalmatadore"

KUNST


Picasso-Werk "Figur mit gestreifter Bluse"
Pablo Picasso: Figur mit gestreifter Bluse, 1949, Lithografie © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2020

In den Museen des Corona-Hotspots Côte d’Azur heißt es weiter "still ruht der See". In Deutschland indessen wird es endlich wieder lebendig: Die aktuelle Picasso/Miro-Ausstellung im Picasso-Museum Münster, das am Samstag (13. März) zu bestimmten Zeitfenstern wieder öffnet, wird bis zum 25. April verlängert.



Wie berichtet, zeichnet die Ausstellung mit über 100 Gemälden, Skulpturen, Grafiken, Zeichnungen und Keramiken die außergewöhnliche Freundschaft nach, die die beiden Künstler Pablo Picasso und Joan Miró verband. Online-Tickets können über die Website des Museums geordert werden.



Miro-Werk Notturno
Joan Miró: Notturno, 1958, Lithografie © Successió Miró/VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Camoin, Marquet, Manguin, Matisse


Nach Angaben von Pressesprecherin Birthe Sarrazin liegt inzwischen auch das übrige Jahresprogramm fest. Highlight werde vom 9. Oktober 2021 bis zum 16. Januar 2022 eine große Sonderausstellung unter dem Titel "Rendezvous der Freunde – Camoin, Marquet, Manguin, Matisse" sein. Gezeigt werden sollen in diesem Rahmen 90 Gemälde, Zeichnungen und grafische Arbeiten der sogenannten „Moreau-Gruppe“.


Charles Camoin: Lola auf der Terrasse des Hotel Bellevue in Toulon, 1920, Öl auf Leinwand, Privatsammlung Paris © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Charles Camoin, Henri Manguin, Albert Marquet und Henri Matisse – alle zugleich auch "Lokalmatadore" Südfrankreichs – waren Schüler des französischen Malers Gustave Moreau und langjährige Künstlerfreunde. Nach einer gemeinsamen fauvistischen Stilperiode beschritten die vier Männer, deren Werke wiederholt im Kunstmuseum von Bormes-les-Mimosas (Var) zu sehen waren – in ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung jeweils eigene Wege. "Die Ausstellung will jenen Gemeinsamkeiten und gegenseitigen Inspirationen, aber auch der künstlerischen Individualität nachspüren", sagte Sarrazin. In diesem Zusammenhang werden auch Werke des gemeinsamen Lehrers Gustave Moreau gezeigt.


Parallel dazu werden 30 Lichtdrucke aus dem Künstlerbuch „Diurnes“ vorgestellt, das Pablo Picasso in Zusammenarbeit mit dem Fotografen André Villers geschaffen hat. Es spiegelt laut Sarrazin "den spannenden Dialog zwischen Picassos Scherenschnitten in Form von mythologischen Gestalten, Tieren und Porträts und Villers fotografischer Erkundung der provenzalischen Landschaft". In Kombination mit im zeitlichen Umfeld entstandenen Werken aus dem Eigenbestand des Museums wird Picassos spielerischer Umgang mit Fotografie und Druckgrafik beleuchtet.

R.L.


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