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Sophia-Antipolis: Der Gründer des Technologieparks verstirbt im Alter von 96 Jahren

Pierre Laffitte, Gründer des südfranzösischen Technologieparks Sophia-Antipolis und bis 2008 Senator des Departements Alpes-Maritimes, ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Laffitte zog mit seinem „europäischen Silicon Valley“ reihenweise Firmen, national und international, an die touristische Côte d’Azur und setzte sich für den steten Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein.


Pierre Laffitte während der Feier der Hochschule "Mines ParisTech" anlässlich seines 90. Geburtstags. Foto: MINES ParisTech (CC BY-NC 2.0) https://www.flickr.com/photos/mines_paristech/

Als Sohn einer Künstlerfamilie wurde Pierre Laffitte 1925 im Künstlermekka Saint-Paul-de-Vence geboren und besuchte in seiner Jugend das Lycée Masséna in Nizza. Nach einem Studium an der École polytechnique in der französischen Hauptstadt absolvierte er die angesehene Pariser École des Mines, deren Direktor er später wurde.

Seine Wurzeln an der Côte d’Azur jedoch vergaß er nie: 1969 gründete er den weltweit bekannten Technologiepark Sophia-Antipolis zwischen Antibes und Valbonne, der als „europäisches Silicon Valley“ Modernität und wirtschaftliche Erneuerung in die Region brachte. 2019 wurde der 50. Geburtstag des Parks gefeiert.


Der Name Laffitte verspricht Innovation


Nach Laffittes Gründungsidee sollten im Gewerbe- und Technologiepark Wissenschaftler und Ökonomen Ideen gemeinsam erschaffen und dabei auf hochkarätige Firmen, Hochschulen und Forschungsinstitute treffen. 50 Jahre später ist es genau diese tägliche Zusammenarbeit, die wichtige Konzerne sich am Mittelmeer ansiedeln lässt: Mit mehr als 2500 Firmen und 38.000 Arbeitsplätzen ist Sophia-Antipolis weltweit konkurrenzfähig und beherbergt neben dem Redaktionsgebäude der RIVIERAZEIT und Abteilungen von Air France und Toyota auch Samsung, Huawei, Orange und Co.


Anteilnahme am Tod des Wissenschaftlers und Politikers


Bürgermeister und Persönlichkeiten aus zahlreichen Städten in der Region haben ihre Anteilnahme am Tod Laffittes bekundet. David Lisnard, Bürgermeister von Cannes, betonte die wissenschaftliche und politische Größe Laffittes und die Bedeutung seines Engagements für die Region. Die zukunftsgerichteten Ideen des ehemaligen Senators des Departements Alpes-Maritimes und seine innovativen Pläne rund um den Technologiepark würden in der Region weiterbestehen, so Lisnard.

Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi erklärte: „Ich behalte das Bild von jemandem in Erinnerung, der einfach, bescheiden und offen für andere war. (…) Er war auch eine äußerst pragmatische Persönlichkeit und zeigte sich als Senator stets aufmerksam gegenüber den Menschen in den Bergen und den übrigen ländlichen Gebieten der Alpes-Maritimes, ohne die Städter zu vergessen. (…) Er hatte die Gabe, mit jedem eine besondere Verbindung einzugehen.“


SR


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