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Theater Anthéa: Neue Spielzeit verspricht Großartiges

„Das Programm ist ja der Wahnsinn!“ Mit sichtbarer Begeisterung hält die junge Französin das neue Anthéa-Programmheft für 2021–2022 in der Hand. Die Namen auf der mitternachtsblauen, mit Sternen unterlegtem Broschüre des Theaters der Stadt Antibes lesen sich in der Tat wie das „Who is who“ des französischen Kulturlebens: von Alex Lutz, Carla Bruni, Jane Birkin, Patrick Bruel über Fancis Cabrel, Grand Corps Malade, Kad Merad bis Zabou Breitman, um nur einige wenige zu nennen. Und die Depardieus kommen gleich zweimal: erst am 1. und 2. März die Tochter Julie mit „Snow Thérapie“, dann am 4. März der Vater Gérard mit „Depardieu chante Barbara.“

Anthéa
Intendant Daniel Benoin (l.) und Antibes‘ Bürgermeister Jean Leonetti (r.) stellen das beeindruckende Programm der kommenden Theater-Saison vor. Foto: Ira Söhnge

Bei der Vorstellung der im Herbst beginnenden Spielzeit 2021/22 stand Zuversicht im Mittelpunkt. Man habe die coronabedingte spielfreie Periode sehr wohl künstlerisch genutzt, so Intendant Daniel Benoin. „Wir waren nicht inaktiv in dieser Zeit. Es gab zum Beispiel viele Aufführungen, die wir per Internet übertragen haben." Wann immer es möglich war, sei geprobt und geplant worden. Beispielweise die Benoin-Inszenierung „Disgraced“, die bei der Vorpremiere vom Publikum stürmisch gefeiert wurde.

Oper, Theater, Comedy, Tanz & Zirkus


In der neuen Spielzeit gelingt Daniel Benoin auch dieses Mal wieder ein einzigartiger Spagat zwischen Oper, Theater, Comedy, Tanz und Zirkus. Der Spielplan ist voll von leichter bis anspruchsvoller Kost. Insgesamt gibt es 66 Stücke und 225 Aufführungen, darunter wieder viele Co- und Eigenproduktionen, die derweil auch in anderen Städten gespielt werden.


Ein Adelsschlag: Die Anthéa-Version von „Der Geizige“ wird 2022 zum 400. Geburtstag Molières in Paris auf die Bühne kommen. Im Januar können Theaterfans das Stück zuvor nochmals in Antibes bewundern.


Eine der gefragtesten Spielstätten Frankreichs

„Bei aller Demut – die letzten Monate haben gezeigt, dass es ohne Theater nicht geht", sagt auch Antibes‘ Bürgermeister Jean Leonetti, der als ausgewiesener Kulturfan gilt. Seit Anthéa 2013 gegründet wurde, sei das Theater nach der Comédie Française die besucherstärkste Spielstätte in Frankreich geworden. So stehen für Leonetti die Sterne auf dem Programmheft symbolhaft für den dauerhaften Erfolg des Theaters. Anthéa sei keine Sternschnuppe, sondern werde auf Dauer leuchten!


Ab kommenden Samstag, 26. Juni, können die neuen Abonnements online oder per Brief bestellt werden: www.anthea-antibes.fr


Ira Söhnge


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